Tag 401 ohne dich

Veröffentlicht am 14. September 2026 um 09:38

Hey, meine Himmelsprinzessin. ❤️

Auch hier gibt es Momente und Tage, an denen es mir nicht gut geht. Momente, in denen ich im Auto sitze und die Bilder vor meinen Augen ablaufen wie ein Film. Immer und immer wieder. Ich denke an den Montag, nachdem alles passiert war, als ich dich gesehen habe. Das letzte Mal, bevor du deinen letzten Weg gegangen bist. Ich denke an den letzten Abend, an dem du mir gegenüber gesessen hast und noch dein Hähnchen mit Salat gegessen hast. Du hattest dich schon halb fertig gemacht für den Abend mit deinen Mädels. Ich ertrage diese Bilder kaum noch. Mir laufen die Tränen über das Gesicht, die ich hinter meiner Sonnenbrille verstecke. Es tut weh, hier in Kroatien zu sein ohne dich, ohne Mercy, ohne dieses Gefühl von Familie. Ihr beide wart und seid immer meine Familie gewesen. Für euch bin ich durch die Hölle gegangen, dachte ich immer. Aber das, was ich jetzt durchleben muss, ist eine ganz andere Hölle. Alles, was ich in der Vergangenheit durchstehen musste, ist nicht ansatzweise mit dem zu vergleichen, was ich jetzt aushalten muss. Es gab Menschen in unserem Leben, die es uns nicht einfach gemacht haben. Aber wir haben immer alles geschafft. Ich habe euch immer gesagt: Wenn wir zusammenhalten und zusammenbleiben, schaffen wir alles. Und ich werde immer wie eine Löwin vor euch stehen und kämpfen. Immer. 🦁❤️ Aber an diesem Abend konnte ich dich nicht beschützen. Und genau das zerreißt mich. Hätte ich dich beschützen können? Hätte ich mehr tun müssen? Hätte ich etwas verhindern können? Diesen Vorwurf werde ich mir wahrscheinlich mein ganzes Leben machen. Ich habe euch von klein auf Werte mitgegeben. Als ihr in der Kita wart, habe ich euch beigebracht, niemals etwas von Fremden anzunehmen, niemals zu einem Fremden ins Auto zu steigen und niemals zu sagen, wo ihr wohnt. Ich habe versucht, euch auf das Böse da draußen vorzubereiten. Aber all das hat nicht gereicht. Ich weiß, dass du niemals in dieses Auto eingestiegen wärst, wenn es diese gewissen Umstände nicht gegeben hätte. Trotzdem fühle ich mich schuldig. Ich habe das Gefühl, nicht genug getan zu haben. Aber was hätte ich tun sollen? Ich hätte dich doch mit 17 Jahren in den Sommerferien nicht um 20 Uhr zu Hause einsperren können. Und trotzdem machen mich diese Gedanken wahnsinnig. Sie gehen nicht aus meinem Kopf. Trotz allem versuchen wir, auch wenn es uns unglaublich schwerfällt, die Zeit hier ein bisschen zu genießen. Wir waren essen und haben uns Bruschetta bestellt. Was der Kellner uns allerdings nicht gesagt hatte: Es war Bruschetta mit Oktopus. 😂 Ich habe vielleicht verwirrt geschaut, als das Essen kam, denn ich war eigentlich auf Tomaten eingestellt. 🤭 Ich habe mir Ribs and Chips bestellt und die waren wirklich lecker. Niels hatte Fleisch und sagte auch, dass es richtig gut gewesen ist. In den letzten Tagen hatte ich außerdem ein Thunfischsteak gegessen und auch das war wirklich lecker. Die letzten Tage haben wir viel Zeit am Strand verbracht. Und irgendwie begegnet uns auch hier immer wieder ein kleines bisschen Liebe in Form eines Steins. 💖 Gestern saß ich auf meinem Platz und sah dieses wunderschöne Herz. Aber es blieb nicht bei diesem einen. Ich habe noch zwei weitere Herzen rund um meinen Platz entdeckt. 💖🩵💙 Natürlich werde ich sie mit nach Hause nehmen. Die beiden anderen werde ich den Jungs mitbringen. Das kann doch kein Zufall gewesen sein. Wie du siehst, meine Maus, nehme ich auch hier die kleinen Zeichen wahr. Vielleicht sind es für andere einfach nur Steine. Für mich sind sie mehr. Für mich fühlen sie sich an wie kleine Zeichen von euch. Kleine Momente, in denen ich das Gefühl habe, dass ihr irgendwie bei mir seid. ❤️ Du hättest das türkisfarbene Wasser hier geliebt. Wir hatten gestern 30 Grad und ich sauge die Sonne und die Wärme förmlich in mich auf. Vielleicht auch deshalb, weil ich genau weiß, dass die Zeit zu Hause wieder unglaublich hart werden wird. Gestern fragte Niels mich, worauf ich mich freue, wenn wir wieder zurück sind. Meine Antwort war ganz einfach: Auf Mercy. Darauf, wieder zu dir gehen zu können. Und auf Yodi-Mausi. Darauf, mein Bett wieder mit meiner kleinen Mausi teilen zu können. ❤️Jeder Weg zu dir tut weh. Jedes Mal. Aber dich nicht besuchen zu können, wenn ich nicht da bin, tut genauso weh. Gestern habe ich außerdem in den Himmel geschaut und eine Wolke gesehen, die für mich aussah wie ein Phönix. Auf dem Foto kann man es leider nicht wirklich erkennen. Aber ich habe es trotzdem festgehalten, weil es sich in diesem Moment für mich genau so angefühlt hat.Ein Phönix. Vielleicht ein Zeichen für neues Leben, für Kraft, für das Weiterleben trotz allem, was zerbrochen ist. 🔥🪽 Ich vermisse dich mit jeder Faser meines Körpers. Es gibt keinen Tag, an dem du nicht in meinen Gedanken bist. Keinen Tag, an dem ich dich nicht irgendwo sehe, in kleinen Dingen, in Erinnerungen, in einem Stein am Strand, in einer Wolke am Himmel. Und fast hätte ich noch etwas vergessen. 🤭 Gestern hatte ein Gleitling genüsslich von Niels' Teilchen gegessen. 😂 Ich habe dann tatsächlich Google gefragt, wie diese kleinen Gleitlinge überhaupt heißen. Und siehe da: Es sind Schmetterlinge aus dem Mittelmeerraum. Dieser hier nennt sich Erdbeerbaumfalter und gehört zur Familie der Edelfalter. 🦋 Schon verrückt, über welche kleinen Dinge man sich plötzlich Gedanken macht. Vielleicht sind genau diese kleinen Dinge das, woran wir uns festhalten müssen. Die Sonne. Das Meer. Ein Herz aus Stein. Eine besondere Wolke. Ein kleiner Schmetterling. Und die Erinnerung an dich. Meine Himmelsprinzessin, ich werde dich niemals vergessen. Ich werde dich immer lieben. Und ich werde immer deine Mama sein, die Löwin, die für euch gekämpft hat und weiterkämpfen wird. Auch wenn du jetzt nicht mehr neben mir bist. Du bist in mir. Mit jeder Faser meines Körpers.

Für immer. ❤️🦋🪽

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